Die nächsten Veranstaltungen:

Violina geht verloren

Freitag 13.03.2020 - 10:00 Uhr

Kinderstück mit Violine und Klavier

Mit Jörg Schade, Schauspieler
Niklas Liepe, Violine
Nils Liepe, Klavier

Weiterlesen …

Beethovens Neunte im Herdorfer Hüttenhaus – Villa Musica Konzert

Samstag 15.08.2020 - 20:00 Uhr

Alexander Hulshoff, Violoncello
Stipendiaten der Villa Musica
Junge Stimmen der Musikhochschule Mainz

Weiterlesen …

  Datum Uhrzeit Veranstaltung

Ein überwältigendes Konzert in vollem Haus

Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Kulturfreunden und Dekanatskantor Torsten Stendenbach führte zu einem wunderschönen, späten Weihnachtsgeschenk:

„Das Wunder der Weihnacht klingt nach“
Unter diesem Titel führte Torsten Stendenbach die Kirchenchöre Cäcilia Herdorf und Rosenheim und die Schola St. Aloisius Herdorf zu einem besonderen Musikprojekt zusammen. Bereichert wurden die Chöre durch die Solisten Kristin Knautz und Manuela Meyer (beide Sopran) und Joachim Rück (Bariton) sowie durch das Orchester Camerata Instrumentale Siegen mit der Konzertmeisterin Annette Pankratz. Als Konzertort wählte man die Pfarrkirche St. Aloisius, Herdorf; eine sehr gute Wahl, in der sich durch die wunderbare Akustik des großen Raumes die sakrale Musik voll entfalten konnte.
Schon im Vorverkauf zeigte sich die große Resonanz der Besucher an diesem Konzert; das Fassungsvermögen der Kirche mit über 400 bereitgestellten Plätzen konnte die große Nachfrage nicht stillen. Dicht gedrängt erlebten die Gäste ein ganz besonderes Konzert. Am Beginn des Konzertes standen die bekannten Weihnachtsstücke Stücke „Transeamus usque Bethlehem“ von J. Schnabel und „Viderunt omnes“ von G. v. Pasterwitz der beiden Kirchenchöre mit der Orchesterbegleitung, gefolgt von dem Trompetenkonzert in B op. 7 Nr. 3 von Tomaso Albinoni, bei dem Giselher Pankratz als Solist mit einer glasklaren Intonation den großen Klangraum ausfüllte und die Zuhörerschaft begeisterte.
Torsten Stendenbach bewies in der Zusammenstellung, Abfolge und Besetzung der Stücke ein ausgesprochen feines Gespür dafür, Spannungsbögen zu schaffen: Wechsel von Besetzungen mit den verschiedenen Chor- und Instrumental-Stücken sowie die Mischung von bekannten Weihnachtsmelodien in den Interpretationen unterschiedlicher Musikepochen. Eine glückliche Hand bewies er dabei auch in der Auswahl der Solisten Kristin Knautz, Manuela Meyer und Joachim Rück, die teils solistisch (Joachim Rück mit „Das Volk, das da wandelt“ aus Händels „Messias“) teils mit Soloparts in der „Missa brevis in F“ von Joseph Haydn ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Orchesterbegleitungen lösten á-Capella-Stücke ab, große Chorbesetzungen wechselten mit feinfühlig und absolut präsise gesungenen Einlagen der Schola St. Aloisius mit bekannten und weniger bekannten Weihnachtsliedern („Macht hoch die Tür“, „O regem coeli“, „Stille Nacht“  und „Ubi caritas“).
Das ganze gut eineinhalbstündige Konzert gipfelte in vielerlei Hinsicht in dem furiosen Werk „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bei dem Chöre, Solisten und Orchester alle Register ihres Könnens unter Beweis stellten und Torsten Stendenbach alles zu einem beeindruckenden Ganzen zusammenführte.
Die Begeisterung des Publikums zeigte sich während des Konzertes in atemloser Konzentration und Aufmerksamkeit. Am Ende brandete tosender Applaus auf und Standing Ovations ehrten zu Recht die Musikerinnen und Musiker, Chöre und Solisten für ihre bravouröse Leistung.